Für den militärischen Sieg des Iran!
Nieder mit der kriminellen Aggression der USA und Israels — Für eine sozialistische Föderation des Nahen Ostens
Dieser Text ist eine Übersetzung aus dem Englischen, den wir am 14. März auf bolsheviktendency.org veröffentlichten.
Der militärische Angriff der Vereinigten Staaten und ihres zionistischen Juniorpartners auf den Iran zielt auf einen „Regimewechsel“ ab, d. h. den Sturz der Islamischen Republik zugunsten einer pro-imperialistischen Marionettenregierung. Bislang läuft es für die Aggressoren nicht gut, und angesichts der drohenden katastrophalen wirtschaftlichen Folgen einer Schließung der Straße von Hormus durch den Iran erwägen die Trump-Anhänger nun die Entsendung von Bodentruppen, um ihre bereits in der Region stationierte beträchtliche „Armada“ zu verstärken. Der Iran muss zwar schwere Luftangriffe hinnehmen, konnte jedoch dem imperialistischen Radarnetzwerk im Persischen Golf genügend Schaden zufügen, um wiederholt sowohl US-amerikanische als auch israelische Militärziele anzugreifen. Zwar geben Marxisten dem theokratischen Regime in Teheran keine politische Unterstützung, doch sind wir in diesem Konflikt nicht neutral; die internationale Arbeiterklasse hat ein essentielles Interesse daran, dass der Iran und seine Verbündeten die US-amerikanisch-israelische Kriegsmaschinerie besiegen.
Die Heuchelei der atomar bewaffneten Israelis und Amerikaner, die behaupten, in den Krieg gezogen zu sein, um den Iran am Erwerb von Atomwaffen zu hindern, wird durch Trumps Entscheidung aus dem Jahr 2018 unterstrichen, das Gemeinsame Umfassende Aktionsprogramm (JCPOA) aufzukündigen. Dieser Schritt, der von der nachfolgenden Biden-Regierung aufrechterhalten wurde, machte deutlich, dass es nie um „Nichtverbreitung“ ging. Die wahre Motivation ist, wie schon 2003 im Irak, die Kontrolle über die Energieressourcen Westasiens zu erlangen.
Obwohl Teheran immer wieder betont hat, dass es nicht die Absicht hat, Atomwaffen zu entwickeln, verteidigen Marxisten das Recht des Iran auf eine atomare Gegenkraft zu dem nuklearen Damoklesschwert, das die israelisch-amerikanischen Aggressoren über ihm halten. Wie viele Beobachter festgestellt haben, ist die nukleare Abschreckung der Grund dafür, dass Nordkorea bislang in Ruhe gelassen wurde, während Libyen brutal angegriffen und zerstückelt wurde.
„Trump-Doktrin“: Militärische Aggression zur Verschleierung des wirtschaftlichen Verfalls
Trumps „Krieg aus freier Wahl“ könnte sich als wichtiger Meilenstein in der Endkrise der amerikanischen imperialen Hegemonie erweisen. Trotz Sanktionen und Sabotage gegen seine Industrie und Technologie – sowie der Ermordung vieler prominenter Wissenschaftler und anderer Persönlichkeiten – verfügt der Iran über ein hochentwickeltes Militär, das die Energieproduktion in der Region effektiv lahmgelegt hat, wodurch die globalen Finanzmärkte ernsthaft gestört wurden und ein Großteil der US-Militärinfrastruktur in der Region in Trümmerhaufen verwandelt wurde.
Trump steht unter großem innenpolitischem Druck; es dürfte ihn kaum überraschen, dass seine MAGA-Anhängerschaft schwindet, da das Weiße Haus keinen Versuch unternommen hat, innerhalb der amerikanischen Öffentlichkeit, die von jahrzehntelangen „endlosen Kriegen“ erschöpft ist, Zustimmung für das Iran-Abenteuer zu erzeugen. Die Kombination aus steigenden militärischen Verlusten und wirtschaftlichem Chaos im Inland dürfte das wenige, was an öffentlicher Unterstützung für dieses gesamte kriminelle Unterfangen noch übrig ist, zunichte machen.
Dieser Krieg ist sowohl eine Folge als auch ein Beschleuniger des wirtschaftlichen Niedergangs der USA. Im September 2025 berichteten Meinungsforscher, dass nur noch 25 Prozent der Amerikaner daran glauben, ihr Leben durch harte Arbeit – das traditionelle Versprechen des „American Dream“ – deutlich verbessern zu können. Die Verschuldung der privaten Haushalte in Rekordhöhe und eine völlig untragbare Staatsverschuldung (die derzeit bei 38 Billionen Dollar liegt und jährlich um 2 Billionen Dollar wächst) haben den US-Dollar als globale Reservewährung und damit den wichtigsten Mechanismus der amerikanischen globalen wirtschaftlichen Vorherrschaft ernstlich untergraben. Der bislang offenbar erfolgreiche Widerstand der iranischen Streitkräfte deutet darauf hin, dass es Washington erhebliche Schwierigkeiten bereiten könnte, den Hebel, den die Manipulation der weltweiten Finanzarchitektur bietet, durch das stumpfe Instrument militärischer Nötigung zu ersetzen.
Nieder mit der US-amerikanisch-zionistischen Achse des Bösen! Iranische Arbeiter an die Macht!
Iranische Revolutionäre müssen sich gegen pro-imperialistische Elemente stellen, die sich mit der von den Israelis und Amerikanern so geliebte mörderischen Pahlavi-Dynastie identifizieren, und gleichzeitig die Massen der iranischen Arbeiter und Jugendlichen ansprechen, die die erstickende klerikale Autokratie ablehnen, die den Iran seit fast einem halben Jahrhundert regiert.
1979 spielten die Linke und die Arbeiterbewegung eine entscheidende Rolle beim Sturz des verhassten Schahs durch massive politische Streiks im Öl-, Transport- und Fertigungssektor, die die Wirtschaft effektiv lahmlegten. Doch anstatt in der massiven Anti-Schah-Bewegung mit den Mullahs um die Hegemonie zu konkurrieren, entschied sich die iranische Linke dafür, die Kleriker als eine Art „geringeres Übel“ zu unterstützen. Unsere politischen Vorgänger in der revolutionären Spartacist-Tendenz der 1970er Jahre lehnten diese katastrophale Kapitulation ab und stellten vorausschauend fest:
„Die Streikkämpfe, die derzeit von den iranischen Arbeitern geführt werden, könnten die Grundlage für die unabhängige Mobilisierung des Proletariats als Konkurrent Khomeinis um die Macht bilden, nicht als Kanonenfutter für die Mullahs. In der imperialistischen Epoche können die demokratischen Aufgaben der Befreiung unterdrückter Nationalitäten, der Agrarrevolution und der Zerschlagung der imperialistischen Herrschaft nur unter der Führung des iranischen Proletariats verwirklicht werden. Doch diese dringenden demokratischen Forderungen erfordern für ihren Erfolg die Errichtung einer proletarischen Diktatur, nicht die Auflösung der Arbeiterklasse in den kleinbürgerlichen Massen.“
– „Down with the Shah! Don’t Bow to Khomeini!“, Workers Vanguard 221, 15. Dezember 1978 [Übersetzung aus dem Englischen durch die BT]
Marxisten befürworten den militärischen Sieg des Iran über die US-amerikanischen und zionistischen Aggressoren, aber wir nehmen keine Stellung für die unterdrückerische Theokratie in Teheran ein. Die iranischen Massen brauchen heute eine revolutionäre Partei mit einer Führung, die die Lehren von 1979 verinnerlicht hat. Die Befreiung der iranischen Massen sowohl vom Imperialismus als auch von den Mullahs ist nur durch eine proletarische Revolution möglich, die historische Aufgabe der mächtigen Arbeiterklasse des Landes.
Verteidigt den Iran – streikt gegen die Beförderung von Kriegsmaterial für das US-amerikanisch-zionistische Militär!
Für eine sozialistische Föderation des Nahen Ostens – Nieder mit dem Zionismus, dem islamischen Fundamentalismus und dem Imperialismus!
